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Umweltkatastrophe droht an US-Südküste

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Umweltkatastrophe droht an US-Südküste

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An der US-Südküste sind tausende Helfer im Einsatz, um die drohende Umweltkatastrophe abzuwenden, aber starke Winde trieben den Ölteppich im Golf von Mexiko weiter in Richtung Küste. 75 Schiffe waren am Morgen bereit zum Ausfahren, um die Masse aus Wasser und Öl abzusaugen, doch war fraglich, ob sie bei dem Wellengang etwas ausrichten konnten.
“Es ist einfach furchtbar, die Existenz der Menschen hier wird einfach zerstört, und nicht nur für kurze Zeit”, sagte ein Mann in Texas: “Wir hoffen, dass aus irgendeinem Grund das Öl doch nicht bis hierher kommt, oder das es nicht so schlimm wird wie die Vorhersagen.” Einn anderer, der einen Bootsverleih betreibt, bestätigte: “Es könnte uns für einige Zeit das Geschäft kaputtmachen. Das einzige, was wr jetzt wohl tun können, ist, mit an Bord gehen und beim Säubern helfen. Es könnte verheerend sein.”
Seit dem Untergang der BP-Bohrinsel Deepwater Horizon vor gut einer Woche tritt aus mehreren Lecks Rohöl aus – in 1500 Metern Meerestiefe – nach Schätzungen von Experten täglich etwa 700 Tonnen.
Unterdessen übernahm der Energiekonzern BP die “volle Verantwortung” für den Ölteppich und erklärte, er werde “saubermachen” sowie “rechtmäßige Schadensersatzforderungen” akzeptieren; dies bestätigte ein Sprecher des Unternehmens in London.
Die Ölkatastrophe droht nach Ansicht von Umweltschützern noch schlimmer zu werden als die an der Küste von Alaska nach der Havarie des Öltankers Exxon Valdez 1989.
Die laufenden Säuberungsmaßnahmen im Golf von Mexiko sollen BP rund 4,5 Millionen Euro pro Tag kosten.