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Der Tag der Arbeit: Spanien, Frankreich und Italien

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Der Tag der Arbeit: Spanien, Frankreich und Italien

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- Spanien
Spanien steht – wirtschaftlich – nahe dem Abgrund und die Gewerkschaften hatten auf große Umzüge zum 1. Mai gehofft. Gründe, auf die Straße zu gehen gibt es genug: 20 Prozent Arbeitslosigkeit, fast 40 Prozent bei den Berufseinsteigern und Regierungspläne, das Rentenalter anzuheben sowie die Steuern hochzufahren. Tausende demonstrierten aber die erhofften Massenaufmärsche blieben aus. Ein Demonstrant kommentierte: Den Spaniern sei selbst der Mut, sich aufzulehnen ausgegangen.

- Frankreich
In Paris zogen zwischen 20.000 und 40.000 Mai-Demonstranten durch die Straßen, vor allem, um die Rente mit 60 zu verteidigen. Präsident Sarkozy will diese bis spätestens September zumindest reformieren – die Rentenversicherten aber wollen ihr Privileg nicht kampflos aufgeben.

- Italien
In Rom feierten Tausende Italiener den Tag der Arbeit mit einer Kundgebung und vor allem einem Konzert des Sängers Paolo Belli, der seine Zuhörer aufforderte, endlich ‘aufzustehen’ – im direkten und im übertragenen Sinn.