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Obama reist an den Golf von Mexiko

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Obama reist an den Golf von Mexiko

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Der Kampf gegen die Ölpest wird jetzt Chefsache: Präsident Obama reist an diesem Sonntag persönlich in die Region. Derweil legen Helfer und Anwohner weiter schwimmende Ölbarrieren aus – bislang mehr als 80 Kilometer. Doch der Südwind hat noch aufgefrischt, treibt den Ölteppich weiter in das Wildschutzgebiet hinein, und hohe Wellen machen die Barrieren oft nutzlos. Der Mississippi wurde teilweise in die Sumpfgebiete umgeleitet, um das Wasser dort stärker Richtung Meer zu drücken und das Öl herauszuhalten.

Die vier Anliegerstaaten Louisiana, Florida, Mississippi und Alabama haben den Notstand ausgerufen und können so schneller auf Bundeshilfe zurückgreifen. Eine der Haupteinnahmequellen der Gegend, die Fischerei, ist zum Erliegen gekommen. Die Anwohner fürchten schon ähnliches wie beim Wirbelsturm Katrina: “Das hier ist noch viel schlimmer. Und wir haben zwei Jahre gebraucht, um nach Katrina hier wieder was aufzubauen”, klagt Anwohner Mark McAdams.

Obama war jüngst in die Kritik geraten: Die New York Times hielt ihm vor, sich zu lange untätig auf die Bemühungen von British Petrol verlassen zu haben. Noch am Freitag hatte sein Sprecher erklärt, ein Besuch des Präsidenten in der Region stehe in allernächster Zeit nicht an. Doch auch dieser Besuch kann die Gefahr nicht abwenden, dass an der Südküste weiter die schlimmste Umweltkatastrophe der USA droht.