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Ölbarrieren in Louisiana nur bedingt erfolgreich

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Ölbarrieren in Louisiana nur bedingt erfolgreich

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Wind und Wellen arbeiten gegen die Rettungsbemühungen an Louisianas Küste: Der Wind trieb den Ölteppich von der im Golf von Mexiko gesunkenen Bohrinsel weiterhin in das Mississippi-Delta hinein, und hohe Wellen machten die Öl-Barrieren großteils nutzlos. Soldaten, Helfer und Fischer legen weiter Barrieren aus, um die Gewässer in der Sumpflandschaft, die Bayous, zu schützen.

“Wir können vielleicht ein oder zwei Bayous pro Tour absperren, und jede Tour plus Wiederbeladen dauert etwa zwei Stunden”, erklärt der Wissenschaftler Frank Cole. “Wir hatten noch nie mit etwas in solchem Ausmaß zu tun. Wir sind optimistisch, einiges schaffen zu können, aber viel hängt davon ab, wie lange das noch anhält, und welche Richtung der Wind nimmt.”

Über sechzig Kilometer schwimmende Barrieren wurden laut Behörden am Freitag ausgelegt, mehr als 90 Kilometer standen bereit, um die Umweltkatastrophe in dem Wildschutzgebiet einzudämmen. Louisiana, Florida, Alabama und Mississippi haben den Notstand ausgerufen. British Petrol, das die Bohrrechte an der Plattform hat, will für alle Schäden aufkommen.

Präsident Obama verstärkte den Druck auf den Konzern: “BP ist rechtlich verantwortlich, für alle nötigen Reaktionen und Säuberungsmaßnahmen aufzukommen.”

Die Heimatschutzministerin Napolitano drängte den Konzern, noch mehr zu tun. Nach dessen vergeblichen Bemühungen, die Lecks tief im Meer zu schließen, soll nun eine Schutzglocke das Öl auffangen. Aber deren Fertigstellung wird noch Tage dauern. Mehrere Klagen wurden inzwischen gegen BP eingereicht.