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Ölpest wird immer bedrohlicher

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Ölpest wird immer bedrohlicher

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Die Ölpest im Golf von Mexiko droht zur größten Umweltkatastrophe in der Geschichte der Vereinigten Staaten zu werden. Umweltschützer fürchten, es könnte schlimmer werden als 1989 beim Tankerunglück der Exxon Valdez vor Alaska. Nach dem besonders schwer vom Öl bedrohten Bundesstaat Louisiana haben nun auch Alabama und Florida den Notstand erklärt.

Präsident Obama erklärte, vor der US-Küste solle weiter Öl gefördert werden, aber nur wenn ein derartiger Unfall in Zukunft ausgeschlossen werden könne. BP sei gesetzlich verpflichtet, die Kosten für die Säuberungsarbeiten zu tragen, so Obama weiter, aber die US-Regierung werde ihren Verpflichtungen den betroffenen Gemeinden gegenüber nachkommen. Eine Untersuchung soll innerhalb von 30 Tagen prüfen, ob zusätzliche Sicherheitsvorschriften für die Ölförderung erforderlich sind.

Etwa 100.000 Liter Rohöl fließen täglich in den Golf von Mexiko und bedrohen Fischgründe und Vogelschutzgebiete vor der Südküste der USA. Jacquline Savitz von der Umweltschutzgruppe Oceana hat kaum noch Hoffnung, dass eine Katastrophe vermieden werden kann. “Auf diese Art von Ölpest kann man nicht effektiv reagieren und deshalb hätte man dort von vornherein nicht nach Öl bohren sollen”, erklärt Savitz. “In drei Wochen oder drei Monaten, werden wir die größte Ölpest erleben, die es jemals in amerikanischen Gewässern gegeben hat.”

Für die kommenden Tage wird hoher Wellengang vorhergesagt, der das verschmutzte Wasser vermutlich über die ausgebrachten Barrieren drücken wird.