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Benedikt XVI meditiert am «Grabtuch Christi»

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Benedikt XVI meditiert am «Grabtuch Christi»

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Der Papst hat Turin besucht, um am «Grabtuch Christi» im Dom der Stadt zu meditieren. Zum erstenmal seit zehn Jahren wird das Leintuch öffentlich ausgestellt. Es wird seit 1578 im norditalienischen Turin aufbewahrt. Es zeigt die Umrisse eines Gefolterten.

Das heilige Grabtuch erinnere ständig an die Leiden Jesu, sagte Benedikt XVI während einer Messe in der Innenstadt vor rund 25.000 Menschen. Wer das Grabtuch betrachte, erkenne in den Schmerzen Christi das eigene Leid wieder.

Vielen gilt das Tuch als die heiligste Ikone des Christentums, einige Wissenschaftler halten es für eine mittelalterliche Nachbildung – andere schätzen das Alter des Gewebes auf bis zu 3000 Jahre.
Der Vatikan vermied bisher eine eindeutige Stellungnahme zur Echtheit. Die Kirchenspitze erlaubt den Gläubigen, es als ein Symbol für die Leiden Christi zu verehren.

Das Tuch bleibt bis zum 23. Mai ausgestellt. Mehr als zwei Millionen Besucher werden erwartet.