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Neues Sparpaket für Griechenland

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Neues Sparpaket für Griechenland

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Auf das müssen die Griechen sich im einzelnen einstellen:
Die Mehrwertsteuer, die erst vor kurzem erhöht worden war, soll noch einmal um zwei Prozentpunkte steigen, von 21 auf 23 Prozent. Verbrauchssteuern auf Treibstoff, Tabak und Alkohol sollen ebenfalls um zehn Prozent erhöht werden. Auch bei Luxusimmobilien und Gewinnen aus Glückspielen will der Staat stärker die Hand aufhalten.

Das Rentenalter wird für Frauen heraufgesetzt, außerdem das Mindestalter für den Rentenbeginn auf sechzig Jahre festgelegt. Wer die volle Rente beziehen will, muss ab 2015 vierzig und nicht nur wie bisher 37 Jahre lang Beiträge eingezahlt haben.

Bis 2014 werden die Gehälter im öffentlichen Dienst eingefroren. Außerdem werden Prämien gekürzt. Weihnachts- und Ostergeld, auch als 13. und 14. Monatsgehalt bekannt, wird gedeckelt und bei denen, die mehr als 3.000 Euro monatlich verdienen, abgeschafft. Auch auf Renten gibt es kein 13. und 14. Monatsgehalt mehr.

Mit den Maßnahmen hofft die Regierung, binnen drei Jahren dreißig Milliarden Euro einzusparen. Das staatliche Defizit soll damit in diesem Jahr auf 8,1 und bis 2014 auf 2,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes gesenkt werden. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr lag es bei knapp 14 Prozent.

Der Ministerpräsident hat die Maßnahmen als Rettung des Vaterlandes bezeichnet, die jetzt oberstes Gebot sei. Nun muss er noch seinen Landsleuten schmackhaft machen, dass sie den Gürtel derart enger schnallen müssen….