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Ölpest: Obama reist nach Louisiana

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Ölpest: Obama reist nach Louisiana

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An der Südküste der USA hofft man nur auf eins: Dass der Wind dreht. Bislang hat er den Ölteppich immer weiter gen Land getrieben, starker Seegang erschwerte den Kampf gegen die Ölpest oder machte ihn teilweise zunichte. Laut Forschern hat sich der Teppich binnen weniger Tage verdreifacht. Nach Louisiana dürfte das Öl in etwa zwei Tagen auch die Bundesstaaten Mississippi und Alabama erreichen. Die Justizminister der drei Staaten, von Florida und von Texas wollen an diesem Sonntag über mögliche rechtliche Schritte gegen den Ölkonzern BP beraten.

Präsident Barack Obama macht sich heute persönlich ein Bild von der Lage in Louisiana. Bürger und Medien werfen ihm vor, zu lange das wahre Ausmaß der Katastrophe unterschätzt und untätig auf Maßnahmen von BP gewartet zu haben.

“Bringt er Geld”, fragen die Fischer in der Region – sie sind resigniert: “Wir können nichts tun. Mutter Natur nimmt so oder so ihren Lauf, und ich glaube nicht, dass sie, so wie das Öl in den Golf ausläuft, diese Sauerei wegmachen können. Das wird uns zwei oder drei Jahre arbeitslos machen, vielleicht länger. Die sagen uns ja nicht, was da draußen passiert, sie sagen einem nur, was man hören will.”

Da sie nicht mehr fischen gehen können, heuern sie bei British Petrol für die Absperrmaßnahmen an: Weiter werden schwimmende Barrieren ausgelegt und chemische Lösungsmittel ins Meer geschüttet. Doch zunehmend wird die Hilflosigkeit des Konzerns wie der Behörden deutlich: Auch über eine Woche nach der Havarie der Bohrinsel konnten die Lecks nicht gestopft werden, Umleitungsrohre sind nicht fertiggestellt – und das Öl läuft weiter aus…