Eilmeldung

Eilmeldung

Bedrohliche Lage an US-Golfküste

Sie lesen gerade:

Bedrohliche Lage an US-Golfküste

Schriftgrösse Aa Aa

Die Lage an der amerikanischen Golfküste wird bedrohlicher, die Einsatzkräfte kommen nicht voran.

Bilder wie diese von toten Schildkröten wirken schockierend: Bis zu einer Obduktion wollen sich die Tierschützer hier aber noch nicht festlegen, ob dieser und andere Funde wirklich auf die Ölverschmutzung zurückgehen.

Das Öl bedroht die Küste mehrerer Bundesstaaten. Erste Ausläufer sind schon zwischen die kleinen Inseln vor Louisiana gelangt.

Hunderte Tonnen Erdöl fließen seit der Katastrophe auf der Bohrinsel täglich aus. Auf der Plattform hatte es vor knapp zwei Wochen eine Explosion gegeben, bei der elf Menschen starben. Zwei Tage später sank die Bohrinsel.

Betreiber war der BP-Konzern; für den Präsidenten Barack Obama ist klar, dass der für das Ganze auch zahlen muss.

Arbeiter von BP versuchen, mit Hilfe von Tauchrobotern das Bohrloch zu schließen: Ein Ventil an der Austrittsstelle hatte nicht funktioniert. Das Vorhaben ist aber schwierig: Das Meer ist an dieser Stelle anderthalb Kilometer tief. Selbst wenn die Einsatzkräfte Erfolg haben, würde es immer noch Wochen oder sogar Monate dauern, bis der Ölaustritt endgültig gestoppt wäre.

Auch an der Oberfläche sind die Arbeiten schwierig: Wind und hoher Wellengang machen die meisten Bemühungen zunichte, das Öl aufzuhalten oder abzuschöpfen. Alles hängt jetzt von Wetterlage und Windrichtung ab.