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Märkte skeptisch über griechische Sparpläne

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Märkte skeptisch über griechische Sparpläne

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Alles geht jetzt im Schnellverfahren: Dem griechischen Parlament sind die neuen Sparpläne der Regierung nun vorgelegt worden, Mittwoch wird abgestimmt.

Der Mittwoch wird aber auch ein Streiktag werden: Das große Opfer, Erstickung, keine Luft zum Atmen – so sehen die Zeitungen das, was auf die Griechen zukommt; dass es weiteren Widerstand geben wird, ist klar.

Auch die Finanzmärkte sind nicht überzeugt: Vielen scheint das Sparpaket zu ehrgeizig. An den Börsen geht es auch heute bergab, ebenso mit dem Euro.

“Ich denke, der Euro wird nicht mehr massiv fallen”, sagt der Analyst Robert Halver; “aber er ist in keinster Weise fit, um weiter massiv zu steigen, denn wir haben nach wir vor eben das Risiko:

Schafft es Griechenland? Das ist die Frage: Schafft Griechenland wirklich diesen Quantensprung – und es ist ein Quantensprung.”

Ein Großteil der Griechenlandhilfe kommt über Kredite aus Deutschland; auch dort ist die Stimmung nach der Einigung aber skeptisch. “Ich denke”, sagt ein Mann hier in Berlin, “das uns das alle noch einholen wird und dass das die Spitze des Eisberges ist; und ich habe Angst davor.”

Mit 110 Milliarden Euro wollen die Euroländer und der Währungsfonds Griechenland über die nächsten drei Jahre helfen. Das hoch verschuldete Land muss in dieser Zeit seinerseits 30 Milliarden Euro einsparen.

An der Hilfe müssen sich alle Euroländer beteiligen – auch Staaten wie Spanien oder Portugal sind mit Milliardenbeträgen dabei, obwohl sie selber mit hohen Schulden kämpfen und als Hilfskandidaten gelten. Die Höhe richtet sich aber danach, welchen Anteil das Land am Kapital der Europäischen Zentralbank hat.