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Polanski bricht sein Schweigen

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Polanski bricht sein Schweigen

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Der Filmregisseur Roman Polanski hat sich erstmals seit seiner Verhaftung in der Schweiz im vergangenen September zu den Vorwürfen gegen ihn geäußert. In einem im Internet veröffentlichten Schreiben sagte Polanski, das Auslieferungsgesuch der USA an die Schweiz basiere auf einer Lüge.

In dem Schreiben gestand Polanski erneut, 1977 eine 13jährige sexuell missbraucht zu haben. Für dieses Verbrechen verbrachte er 42 Tage in einem amerikanischen Gefängnis, was aus seiner Sicht die seinerzeit verhängte Gesamtstrafe darstellte.

Polanski verließ die USA 1978, um sich einer Fortsetzung des Verfahrens zu entziehen. Jetzt wirft er den US-Justizbehörden vor, seine Auslieferung nicht aus juristischen Gründen zu betreiben, sondern — so wörtlich — um ihn den Medien der ganzen Welt zum Fraß vorzuwerfen.

Polanski steht unter Hausarrest, bis die Schweiz über den amerikanischen Auslieferungsantrag entschieden hat.