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BP will zahlen

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Inzwischen spricht auch der Ölkonzern BP vom “worst case scenario”, da sich die Lecks an der gesunkenen Bohrinsel im Golf von Mexiko einfach nicht schließen lassen. Und US-Präsident Obama spricht von einer nie da gewesenen Umweltkatastrophe. BP hat zugesagt, alle “angemessenen” Schadensersatzforderungen zu erfüllen.

BP-Chef Hayward zeigt sich ratlos: “Was nicht funktioniert hat, ist das letzte Sicherheitsventil an der Bohranlage. Man muss viele Schutzbarrieren überwinden, bevor man das hat, was wir heute sehen. Diese Einrichtungen sind so konzipiert, dass sie nicht versagen. Es ist ein in unserer Branche beispielloser Ausfall.”

US-Präsident Obama hat klargestellt: BP muss zahlen. Der Innenminster fürchtet, dass das Ganze noch 90 Tage weitergeht. Der Regierungssprecher versichert: “Wir werden tun, was wir tun müssen. Wir werden B.P. am Kanthaken nehmen und dafür sorgen, dass sie alles Notwendige tun, während auch wir alles Menschenmögliche unternehmen, um mit diesem Vorfall umzugehen.”

Von acht bis vierzehn Milliarden Dollar Kosten für BP ist die Rede. Während Helfer Ölklumpen eintüten, hofft der Konzern nun auf weitere Erfolge mit einem Unterwasserlösungsmittel, das das Öl gar nicht erst an die Oberfläche kommen lässt. Und auf die Schutzglocke um die Lecks herum, deren Bau aber noch dauern wird.