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Spanien wehrt sich gegen Finanzhilfe-Gerüchte

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Spanien wehrt sich gegen Finanzhilfe-Gerüchte

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Nach Griechenland konzentriert sich nun alle Aufmerksamkeit auf Spanien. Dort widersprach Regierungschef Jose Luis Rodriguez Zapatero Gerüchten, wonach sein Land als nächstes die Euroländer um Finanzhilfe in Höhe von 280 Milliarden Euro bitten werde. Dies sei völlig absurd, sagte Zapatero: Derartige Spekulationen über Länder, die die Eurozone angeblich gefährdeten, seien unbegründet und unverantwortlich.

Zuvor hatte die “New York Times” geschrieben, wenn Spanien keine drastischen Maßnahmen ergreife, laufe es Gefahr, in eine ähnliche Situation wie Griechenland zu kommen.

“Die Lage Spaniens ist tatsächlich schwierig”, erläutert Euronews-Reporter Constantino de Miguel. “Der Absturz des Immobiliensektors hat die Privatschulden der Spanier dramatisch erhöht. Die Arbeitslosenrate liegt bei 20 Prozent, das Haushaltsdefizit bei mehr als 11 Prozent. Aber im Gegensatz zu Griechenland hat Spanien diese Zahlen offengelegt. Spanien stellt 12 Prozent der Wirtschaftsleistung der Eurozone. Daher ist eine Bestrafung nicht gerechtfertigt. Aber sollte das Land doch zugeben, dass es Hilfe vom IWF benötigt, könnte das dramatische Folgen für die gesamte EU haben.”

Dramatische Folgen hatte das Gerücht über eine mögliche Finanzkrise in Spanien schon jetzt für die Märkte. Nicht nur in Madrid, auch in Lissabon, Rom oder Athen sackten die Börse ab. Die Risikoaufschläge für spanische, portugiesische und italienische Staatsanleihen stiegen.