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Endspurt im Unterhauswahlkampf

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Endspurt im Unterhauswahlkampf

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Heute geht in Großbritannien der spannenste Unterhauswahlkampf seit langem zuende. Mit einer 36 Stunden Kampagne will Oppositionsführer David Cameron die letzten Wähler mobilisieren. Auftakt war trotz Aschewolke und Flugverbot ein Abstecher nach Nordirland, bei einem knappen Wahlausgang könnten den Konservativen nordirische Abgeordnete zur Mehrheit verhelfen.

Der Spitzenkandidat der Liberaldemokraten, Nick Clegg, hat mit seinem starken Auftritt bei den Fernsehdebatten die politische Szene aufgemischt. Doch das Mehrheitswahlrecht benachteiligt eine Partei mit gleichmäßiger Stimmverteilung, ohne Hochburgen. “Eine Wahlrechtsreform ist ein erster Schritt, den jede Regierung, wie auch immer sie zusammengesetzt ist, unternehmen muss, um das Vertrauen in das politische System wiederherzustellen”, verlangt Clegg.

Premierminister Gordon Brown setzt auf die vielen noch unentschlossenen Wähler. Ein Drittel der Wahlberechtigten soll es sein. Sie sollten ihrer Überzeugung treu bleiben und zu Labour zurückkehren. Wie offen der Wahlausgang ist, zeigt die neueste Umfrage von YouGov. Labour holt im Schlußspurt auf – und könnte sogar bei den Mandaten die Nase vorn haben.