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Erstes Leck im Bohrsystem im Golf von mexiko abgedichtet

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Erstes Leck im Bohrsystem im Golf von mexiko abgedichtet

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Knapp zwei Wochen nach dem Untergang der Bohrinsel “Deepwater Horizon” verkündet Betreiber BP konkrete Rettungspläne. Es ist gelungen, das kleinste der drei Lecks im Bohrsystem an Meeresboden abzudichtenen. Aber nach wie vor fließen um die 5.000 Barrel Rohöl pro Tag in den Golf von Mexiko. Ein Unterwasser-Roboter, wie er normalerweise zur Kontrolle benutzt werde, konnte zum Abdichten mit Hilfe eines Ventils umfunktioniert werden.

Derweil wird an Land schon an der Kuppel gebaut, die die langfristige Lösung bringen soll.
Das wäre dann eine absolute technische Neuheit, denn noch nie ist so eine schwere Kuppel in einer solchen Tiefe exakt plaziert worden.
Der Kommunikationsdirektor von BP, John Curry,
spricht von einer 98 Tonnen schweren Konstruktion, die über das Leck am Meeresboden gespülpt werden soll. Das austretende Öl verströme dann nicht mehr unkontrolliert. Es werde durch die Glocke zu einer neuen Leitung fließen, an deren Ende ein Tankschiff das Öl dann hochpumpen und aufnehmen solle.

Allerdings ist noch niemals so eine 12 Meter hohe Glocke so tief im Ozean eingesetzt worden.
In genau 1.524 Metern Tiefe muss die Glocke plaziert werden.
2.29
Laut BP hofft man, dass diese Konstruktion in etwa sechs Tagen betriebsbereit sein könne.
Und dann muss die Leitung zu einem Bohrschiff gelegt werden, dass das Rohöl hochpumpt und aufnimmt.
Um den Schaden aber dauerhaft zu beseitigen, müssen von der Seite neue Bohrungen tief unter dem Meeresboden bis in die ölführenden Erdschichten vorgetrieben werden.
Dazu seinen fast 4.000 Meter lange Bohrungen nötig. Und das könne rund drei Monate dauern, meinen die Fachleute.

Im Augenblick treiben günstige Winde den Ölteppich eher auf das Meer hinaus.
An der Küste aber wachsen die Sorgen.
Für die viele hier ansässigen Vogelarten beginnt die Brutsaison.