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Kampf gegen Ölpest im Golf von Mexiko

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Kampf gegen Ölpest im Golf von Mexiko

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Günstige Winde haben die Ölpest im Golf von Mexiko bisher von der US-Südküste ferngehalten.
Zwar sprudeln weiter jeden Tag tausende Barrel Rohöl ins Meer, doch wegen der Winde erwarten Experten, dass der Ölteppich erst in drei Tagen das Festland erreichen wird. Ein großer Küstenbereich ist gefährdet; auch Miami, Metropole von Florida, könnte betroffen sein.
An Land versuchen Einsatzkräfte weiter, den befürchteten Schaden möglichst gering zu halten.

Doch die Mittel reichten nicht aus, erklärte Eric Vial, Chef des europäischen Umweltschutz-Ausrüsters Ecoceane gegenüber Euronews: “Wir sehen, dass die Behörden nicht über ausreichende Mittel verfügen, um das Rohöl zu beseitigen. Barrieren sind dafür unzureichend: Barrieren auf dem Meer sind nicht wirksam genug, und Barrieren an der Küste schützen nur bestimmte Bereiche, aber das Öl muss entfernt werden, und dafür reichen die Mittel nicht aus.”
Zwei Wochen nach der Explosion auf der Bohrinsel “Deepwater Horizon” musste der Ölkonzern BP eingestehen, dass möglicherweise bis zu zehnmal mehr Öl als bislang geschätzt aus der Quelle austreten könnte.

Derweil wird eine riesige Metallkuppel zusammengeschweißt, die in 1500 Meter Tiefe auf die dort sprudelnde Ölquelle gestülpt werden soll, um das Öl aufzufangen. Es soll dann durch ein Rohr hochgepumpt werden.

An Land sind schon Tiere zu Opfern der Ölpest geworden. Experten füchten eine Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko von noch größerem Ausmaß als nach der Havarie des Tankers “Exxon Valdez” vor Alaska im Jahre 1989.

BP muss sich nach Schätzungen auf Kosten in Milliardenhöhe einstellen, einschließlich der
Schadensersatzforderungen.