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Bis zur letzten Minute Kampf um die Wählergunst

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Bis zur letzten Minute Kampf um die Wählergunst

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Für Gordon Brown war es der erste Wahlkampf als Spitzenkandidat. Vor knapp drei Jahren hatte er mitten in der Legislaturperiode Tony Blair als Premierminister abgelöst. Eine glücklose Amtszeit ging mit einem pannenreichen Wahlkampf zu Ende.

“Ich verstehe ihre Sorgen über die Lage am Arbeitsmarkt, die Zukunft des Öffentlichen Dienstes. Und ich sage Ihnen, wenn wir das Wachstum wollen, das wir benötigen, dann brauchen wir eine Mehrheit für Labour”, warb Brown im schottischen Dumfries.

Mehr noch als Labour, die vielleicht für eine Minderheitsregierung auf die Unterstützung der Liberaldemokraten rechnen können, drängt Oppositionsführer David Cameron von den Tories die Wähler, ihm eine Mehrheit zu verschaffen. “Nur eine Stimme für die Konservativen garantiert, daß Sie am Freitagmorgen mit einer neuen Regierung aufwachen, die anfängt das aufzuräumen, was in den vergangenen 13 Jahren angerichtet worden ist”, erklärte Cameron in Bristol.

Dass richtig aufrgeäumt wird, verspricht der Star des Wahlkampfs, der Spitzenkandidat der Liberaldemokraten Nick Clegg. “Wir müssen im Oberhaus aufräumen, damit es dem Volk verantwortlich ist, nicht nur seiner Klasse. Wir müssen die Parteienfinanzierung neu regeln, und brauchen eine neue Politik, damit jede einzelne Stimme zählt, damit die Politiker Ihnen zuhören und nicht nur sich selbst”, forderte Clegg in Eastbourne.

Spannend ist der Wahlausgang nicht nur, weil die drei Parteien so eng beieinander liegen, sondern auch, weil einen Tag vor dem Urnengang mehr als ein Drittel der Wahlberechtigten noch unentschlossen war.