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EZB kauft keine griechischen Staatsanleihen

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EZB kauft keine griechischen Staatsanleihen

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Die Europäische Zentralbank setzt ihre Niedrigzinspolitik fort. In Lissabon beschloss der EZB-Rat am Donnerstag, den Zinssatz in der Eurozone auf dem historischen Tief von einem Prozent zu belassen, um so die wirtschaftliche Erholung zu unterstützen. Hinsichtlich der Griechenland-Krise allerdings bleibt die EZB zögerlich. Ihr Chef Jean-Claude Trichet sagte nur, der EZB-Rat habe die Situation des hochverschuldeten Landes bedacht und er werde den Regierungen mitteilen, dass es an der Zeit sei, die bilateralen Kredite zu aktivieren.

Die Devisenmärkte hatten eine entschlossenere Haltung Trichets erhofft, um den Kursverfall des Euro zu bremsen. Denn die Vertrauenskrise in der Eurozone hat die Gemeinschaftswährung auf eine steile Talfahrt geschickt: Notierte der Euro im Januar noch bei einem Dollar 50, so stürzte er in den letzten Tagen bis auf einen Dollar 27 – und ein Ende der Abwärtsspirale ist nicht abzusehen. Experten hatten erwartet, die EZB werde griechische Staatsanleihen ankaufen, um das Vertrauen der Märkte wieder herzustellen, nachdem sie bereits am Montag beschlossen hatte, Anleihen aus Athen als Sicherheit zu akzeptieren. Trichet sagte jedoch nur, man habe bei der Sitzung nicht über eine solche Maßnahme gesprochen. Und: man sei überzeugt, dass Griechenland nicht pleitegehen werde.