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Griechen fürchten Sparmaßnahmen

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Griechen fürchten Sparmaßnahmen

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Durch das griechische Sparpaket wird das Budget der Familien drastisch gekürzt. Wie wirken sich die Massnahmen konkret aus? Zu Besuch bei dem Ehepaar Papadonis in Nea Peramos, 50 km von Athen entfernt.

Der Vater, Kostas, ist Feuerwehrmann, er arbeitet fünf Monate pro Jahr, den Rest der Zeit versucht er sich und seine Familie mit Gelegenheitsjobs über Wasser zu halten: “Ich arbeite seit zwanzig Jahren als Feuerwehrmann. Mein Gehalt beträgt momentan rund 800 Euro, aber jetzt heißt es, dass ich zuviel verdiene und vielleicht werde ich nächstes Jahr gefeuert.”

Kostas ist ein Angesteller des Staates, er verdient monatlich 896 Euro, durch die angekündigte Kürzung um 30% wird sich sein Gehalt auf 626 Euro verringern. Seine Frau Eva ist Zeitarbeitern und momentan arbeitslos. Wie sie in Zukunft zu viert von diesem geringen Betrag leben sollen, wissen sie selbst noch nicht. Eva steht den Plänen der Regierung skeptisch gegenüber: “Wir, sowie die anderen Griechen, sind uns nicht sicher, ob die Massnahmen der Regierung von Papandreou wirklich am Ende zu guten Ergebnissen führen.”

Nicht nur die Familie Papadonis ist in Sorge, viele Griechen befürchten, dass ihre Opfer nichts bringen werden und Griechenland in einer langen Wirtschaftsmisere versinken wird. Es kursiert das Gerücht einer zehnjährigen Krise und manche spielen bereits mit dem Gedanken notfalls auszuwandern.