Eilmeldung

Eilmeldung

Griechenland unter Schock

Sie lesen gerade:

Griechenland unter Schock

Schriftgrösse Aa Aa

Nach der Eskalation der Proteste gegen das Sparprogramm herrscht in Griechenland Betroffenheit und Trauer. Drei Menschen verbrannten am Mittwoch bei lebendigem Leibe, nachdem Randalierer am Rande einer Großdemonstration Molotowcocktails in eine Bank geworfen hatten. Eine der Frauen war schwanger.

Das griechische Parlament gedachte der Opfer mit einer Schweigeminute. Ministerpräsident Giorgos Papandreou verurteilte den Tod unschuldiger Menschen scharf. Jetzt gelte es die Demokratie zu verteidigen. Staatspräsident Karolos Papoulias sieht sein Land gar am Abgrund.

Mehr als 100 000 Menschen hatten allein in Athen gegen das Sparprogramm demonstriert. Am Rande der im wesentlichen friedlichen Demonstration kam es zu schweren Krawallen. Vermummte Randalierer warfen Brandsätze und setzten Barrikaden sowie Autos in Brand. Die Polizei ging mit Tränengas gegen die Krawallmacher vor. Auch bei Protesten in Thessaloniki kam es zu Ausschreitungen.

Die Gerwerkschaften distanzierten sich von den Krawallen, kündigten aber an, ihre Proteste fortzusetzen. Das Parlament wird heute über das Sparprogramm abstimmen. Eine Mehrheit für das Programm gilt als sicher. Umfragen zufolge steht auch die Mehrheit der Griechen hinter dem Sparprogramm.