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Ölpest zwingt US-Politiker zum Umdenken

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Ölpest zwingt US-Politiker zum Umdenken

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Der Ölteppich im Golf von Mexiko schlägt hohe Wellen. Laut Dokumenten, die von einer Umweltorganisation veröffentlicht wurden, gab eine Abteilung der amerikanischen Regierung dem Ölkonzern BP grünes Licht für die Bohrungen, ohne eine Untersuchung der Umweltrisiken anzufordern.

Noch vor einem Monat hatte Präsident Barack Obama sich für die Ölförderung an der Golf- und Atlantikküste ausgesprochen. Dem Gouverneur von Florida Charlie Crist zufolge steht bei der Energiestrategie ein Kurswechsel bevor: “Wir brauchen natürlich Öl, aber nicht aus dem Golf von Mexiko. Ich bin gestern zum zweiten Mal hergeflogen. Wenn sie die Zerstörung und die Größe dieser Sache sehen, es ist einfach unglaublich.”

BP hat den Einsatz einer riesigen Stahlglocke in die Wege geleitet. Wenn alles nach Plan geht, sollte sich die Kuppel spätestens Montag über das Leck stülpen, um so das Öl aufzufangen und abzupumpen.
Das komplizierte Verfahren hat in der Vergangenheit schon funktioniert, allerdings nur in flachen Gewässern, diesmal muss die 113 Tonnen schwere Kuppel in 1500 Metern Tiefe passgenau platziert werden.