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Wahl in Großbritannien: LibDems zweifeln erste Zahlen an

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Wahl in Großbritannien: LibDems zweifeln erste Zahlen an

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Die vorher hochgehandelten Liberaldemokraten wollen an ihr schlechtes Abschneiden vorerst nicht glauben. Einer ihrer führenden Politiker, Simon Hughes, bezweifelt die Genauigkeit der Wählerbefragungen, die tagsüber durchgeführt wurden.
 
Laut diesen Zahlen kommen die LibDems nur auf 61 Sitze – das ist sogar noch einer weniger als bei der letzten Wahl. Dagegen hatten alle Umfragen vor der Wahl der Partei ein sehr starkes Abschneiden vorhergesagt. Allerdings schlagen sich Prozente bei den Wählerstimmen im britischen Wahlsystem praktisch nie in gleichem Maß in Parlamentssitzen nieder.
 
Hughes äußerte sich, als zunächst sogar nur von 59 Sitzen die Rede war. Er sagte, er habe für seine Partei im Wahlkampf eine breite Unterstützung verspürt. “Ich warte jetzt erst einmal weitere Zahlen
ab”, meinte er; “ich habe sehr hohe Wahlbeteiligungen gesehen. Die vielen Briefstimmen sind in den Wählerbefragungen gar nicht enthalten. Wir haben gespürt, dass wir große Fortschritte gemacht haben – aber 59 ist kein großer
Fortschritt.”
 
“Ich sehe nicht”, sagte er weiter, “dass wir zurückkehren zum Zwei-Parteien-System. Meine ehrliche Ansicht ist, dass wir nach Auszählung aller Stimmen die Zuwächse bei den Liberaldemokraten sehen werden, die die Wähler auch wollen.”