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Experten stülpen Stahlkuppel über Ölleck

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Experten stülpen Stahlkuppel über Ölleck

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Experten des BP-Konzerns haben damit begonnen, eine Stahlkuppel über dem Ölleck im Golf von Mexiko abzusenken. Die mehr als 100 Tonnen schwere Konstruktion muss rund 1500 Meter tief “abgeseilt” werden. Bis die Stahlkuppel richtig positioniert ist, können aber mehrere Tage vergehen. Sie soll von der kommenden Woche an 85 Prozent des austretenden Öls am Meeresgrund auffangen. Erstmals schwappte zwei Wochen nach dem Sinken der Bohrinsel “Deepwater Horizon” Öl an den Strand einer kleinen unbewohnten Insel etwa 45 Kilometer vor der Küste des US- Bundesstaates Louisiana. Der Tierschützer Larry Schweiger merkt an, dass die zur Schadensbegrenzung benutzten Lösungsmittel das Öl nur im Wasser verteilten. Daraus entstehe eine braune, giftige Brühe, die mehr an Abwasser als an Öl erinnere. Lösungsmittel reduzierten keinesfalls den Anteil an Öl im Wasser; sie verteilten es lediglich. Nach Angaben von Umweltschützern wurden zwischen dem Delta in Louisiana und Alabama 38 gestrandete Meerschildkröten gemeldet, die bis auf eine alle tot waren. Das habe aber offenbar nichts mit der Ölpest zu tun.