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Krisengipfel der Euro-Staaten in Brüssel

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Krisengipfel der Euro-Staaten in Brüssel

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Die Märkte zeigen sich verunsichert.
An diesem Freitag noch zusätzlich wegen des unklaren Wahlausganges in Großbritannien.
Und unsichere Verhältnisse mögen die Finanzmärkte überhaupt nicht. Allethalben ist vom “Griechenland-Desaster” die Rede.

Wie groß das sein muss, lässt sich leicht an der Geschäftigkeit im Brüsseler Europaviertel ablesen.
Die Staatenlenker der 16 Euro-Staaten haben ihr für Montag geplantes Treffen auf den Freitag vorgezogen, um so schnell wie möglich den Weg für bilaterale Notkredite für die klammen Hellenen freizumachen.

Alles Maßnahmen, nachdem das Kind in den Brunnen gefallen ist. Beobachter sprechen deshalb auch von einem “Krisentreffen”.

EU-Kommission, Internationaler Währungsfond, Europäische Zentralbank und griechische Regierung haben einen Spar- und Reformplan ausgearbeitet, von dem manche schon befürchten, er könne wegen seiner Härte in Griechenland eine “revolutionäre Situation” entstehen lassen.

euronews fragt Doktor Daniela Schwarzer vom
“Deutschen Institut für Internationale Politik und Sicherheit”, was Europa aus dieser Krise lernen müsse.
Sie sagt: “ Was wir brauchen, um das künftig zu vermeiden, ist zum einen eine bessere Haushaltsstatistik. Die EU-Behörde EUROSTAT braucht bessere Zugriffsrechte auf die nationalen Statistiken. Es müssen auch härtere Kontroll- und Sanktionsmechanismen greifen.”

In Deutschland haben nach heftigem parteipolitischen Streit über die Griechenland-Hilfe Bundestag und Bundesrat nunmehr zugestimmt.
Kurz vor der wichtigen Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen.