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Unklare Mehrheit im britischen Parlament

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Unklare Mehrheit im britischen Parlament

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Noch ist Gordon Brown Premierminister. Obwohl seine Labour-Partei auf eines ihrer schlechtesten Ergebnisse in der Nachkriegsgeschichte zusteuert.
Die absolute Mehrheit ist weg. Aber solange die auch kein anderer hat, bleibt erst einmal der alte Hausherr in Downing Street Number 10.

Er kann auch ohne absolute Mehrheit regieren, etwa mit einer Minderheitsregierung. Also ließ er sich am Morgen nach der Wahl an seinen Arbeitsplatz eskortieren, als wäre nichts geschehen. Sicher ist bisher nur – Brown wird diese Tür irgend einem möglichen Partner zu Verhandlungen öffnen müssen.
Labour beruft sich die ungeschriebene Regel, wonach bei einem Parlament ohne klare Mehrheitsverhältnisse nicht die Partei mit den meisten Sitzen zuerst zum Zuge kommt, sondern die amtierende Regierung.

Ganz in diesem Sinne erklärte Gordon Brown in seinem Wahlkreis, es sei seine Pflicht, Großbritannien zu einer starken, stabilen Regierung, wirtschaftlicher Erholung und weitreichenden politischen Reformen zu verhelfen. Darüber gebe es einen wachsenden Konsens im Land. Er bedankte sich bei seinen Wählern für deren Unterstützung und betonte, er werde sie nicht im Stich lassen.