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Erneutes Scheitern im Golf von Mexiko

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Erneutes Scheitern im Golf von Mexiko

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Der erste Versuch, eine Schutzglocke über das Leck an der gesunkenen Bohrinsel im Golf von Mexiko zu stülpen, ist gescheitert. Grund waren die niedrigen Temperaturen in 1.500 Metern Tiefe. Sie sorgten dafür, dass sich Hydrate, Kristalle aus Öl und Wasser, bildeten. Diese verstopften die Innenseite der riesigen Stahlkuppel. Die Arbeiten wurden deshalb zunächst ausgesetzt und die Kuppel unter Wasser neben dem Leck abgestellt.

Dennoch wollte der verantwortliche BP-Manager nicht von einem Scheitern der Operation sprechen: “Ich würde nicht sagen, dass sie gescheitert ist. Ich würde sagen, das, was wir letzte Nacht versucht haben, hat nicht funktioniert, weil die Hydrate die Glocke oben verstopften. Jetzt versuchen wir, und das wird wahrscheinlich gut 48 Stunden dauern, herauszufinden, wie wir dieses Problem lösen können.”

Insofern kann das auslaufende Öl weiterhin nicht direkt an der Austrittstelle aufgefangen werden. Derweil wird es an der Wasseroberfläche kontrolliert abgefackelt.

Während bisher einzig an den unbewohnten Chandeleur-Inseln vor Louisiana Öl an Land gespült wurde, sind nun Teer-Klumpen auch an Inseln vor dem Bundesstaat Alabama aufgetaucht. Es wird noch untersucht, ob sie Folge der Havarie der Bohrinsel sind.