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Friedensgespräche im Nahen Osten - aber indirekt

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Friedensgespräche im Nahen Osten - aber indirekt

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Die indirekten Friedensgespräche zwischen den Palästinensern und Israel haben offiziell begonnen. Als Vermittler wird der US-Sondergesandte George Mitchell zwischen Ramallah und Jerusalem pendeln und die Vorschläge und Antworten überbringen. An diesem Vormittag traf er zunächst Palästinenerpräsident Mahmud Abbas.

Der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat bestätigte den Beginn der Gespräche. Die Palästinenser hofften, dass alle Anstrengungen unternommen würden, damit US-Präsident Obama und Senator Mitchell die verdiente Chance bekämen, das Unternehmen zum Erfolg zu führen.

Seit 2008 waren die Gespräche ausgesetzt. Der jüdische Siedlungsbau ist einer der Hauptstreitpunkte, die ihre Wiederaufnahme behinderten. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu betonte nun, dass die indirekten Gespräche bald zu direkten führen müssten. Frieden könne nicht aus der Ferne oder mit der Fernbedienung verhandelt werden, sondern beide Seiten müssten im selben Raum sitzen. Und schließlich seien sie Nachbarn.

Netanjahu selbst hatte allerdings mit seiner Ankündigung neuer Siedlungen im März die Vermittlungsbemühungen der USA konterkariert. Den neuen Anlauf an diesem Wochenende haben laut palästinensischer Seite Zusagen der US-Regierung möglich gemacht. Sie habe versprochen, bei jeder Provokation klar politisch Position zu beziehen.