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Machtwechsel in Nordrhein-Westfalen

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Machtwechsel in Nordrhein-Westfalen

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Bei der Landtagswahl in Deutschlands größtem Bundesland ist nach ersten Hochrechnungen die christlich-liberale Koalition unter Jürgen Rüttgers abgewählt worden. Nach Schließung der Wahllokale um 18 Uhr zeichnete sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Christdemokraten und Sozialdemokraten mit je rund 34 – 35 Prozent ab.
 
Ebenso wie Schwarz-Gelb käme auch Rot-Grün nicht auf die absolute Mehrheit. Die Linke würde den Prognosen zufolge mit etwa 5 bis 6 Prozent erstmals den Einzug ins Parlament schaffen.
 
Sollten sich die Ergebnisse so bestätigen, hätte die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen auch die Mehrheitsverhältnisse im Bundesrat umgestülpt. Christdemokraten und Liberale hätten dann keine Mehrheit mehr in der Länderkammer.
 
In Nordrhein-Westfalen war zuvor eine große Koalition nicht ausgeschlossen worden.
 
Die Wahlbeteiligung lag bei etwa sechzig Prozent. Mehr als 13 Millionen Stimmberechtigte waren an die Urnen gerufen – gut ein Fünftel der Wähler in der gesamten Bundesrepublik.  
 
Erstmals konnten die Wähler in Nordrhein-Westfalen eine Zweitstimme abgeben und so einerseits einen Direktkandidaten und andererseits eine Partei über die Landesliste wählen.