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Noch keine Klarheit in Großbritannien

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Noch keine Klarheit in Großbritannien

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In Großbritannien ist nach wie vor unklar, wer das Land regieren wird. Der Führer der Tories, David Cameron, beschränkte sich am Sonntag auf den Besuch eines Gottesdienstes mit seiner Frau. Am Vortag hatte Cameron zum ersten Mal unter vier Augen mit dem Chef der drittplatzierten Liberaldemokraten gesprochen, um die Möglichkeiten einer Koalition auszuloten.

William Hague soll in einer Regierung unter Cameron Außenminister werden. Er zeigte sich zuversichtlich und erklärte: “Die Treffen mit den Liberaldemokraten waren konstruktiv und voller Respekt für die Position des Anderen. Deshalb gehen wir auch in neue Verhandlung mit einer positiven Grundeinstellung.”

Cameron braucht die Liberaldemokraten unter Nick Clegg, weil seine konservative Partei, die Tories, bei der Wahl am Donnerstag nicht die absolute Mehrheit erreichte.

Simon Hughes von den Liberaldemokraten meinte, für seine Partei sei die Reform des Wahlsystems sehr wichtig. Er zweifelte daran, dass die Tories damit wirklich ernst meinten.

Unterdessen wächst der Druck auf den amtierenden Premierminister und Labour-Chef Gordon
Brown, seinen Platz zu räumen. Auch innerhalb seiner Labour-Partei werden Stimmen laut, die seinen Rücktritt als Partei- und Regierungschef fordern.