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750 Milliarden-Garantien für klamme Euro-Länder

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750 Milliarden-Garantien für klamme Euro-Länder

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Es war ein gut zwölfstündiger Verhandlungsmara-thon bis tief in die Nacht – und am Ende beschlossen die EU-Finanzminister bei ihrem Krisengipfel in Brüssel Kreditgarantien für schwächelnde Länder der Euro-Zone in Höhe von bis zu 750 Milliarden Euro.

500 Milliarden davon bringt die Europäische Union selbst auf. 60 Milliarden Euro, die schnell bereit stehen würden, steuert die EU-Kommission bei. Reicht das nicht aus, springen die Mitgliedstaaten der Eurozone mit bis zu 440 Milliarden Euro ein.

Dazu kommen bis zu 250 Milliarden Euro vom Internationalen Währungsfond IWF.

Umgesetzt werden soll das Ganze von einer neu zu gründenden Gesellschaft, die Geld leihen kann das die Mitgliedsstaaten der Eurozone garantieren.

“Ein europäischer Währungsfond wird auf verschiedene Weise diskutiert,” so EU-Kommissar Olli Rehn. “Wir werden Mittwoch konkrete Vorschläge vorlegen, und die von Präsdient van Rompuy geleitete Arbeitsgruppe wird das Thema zügig behandeln.”

Um das Vertrauen in den angeschlagenen Euro wiederherzustellen, hält die spanische Finanzminsterin Elena Salgado als Vertreterin der Ratspräsidentschaft weitere Massnahmen für nötig. Salgado betonte, dass die getroffenen Hilfszusagen im Einklang mit dem Vertrag von Lissabon stünden.

“Wir müssen rasche Fortschritte bei der Regulierung der Finanzmärkte machen. Ebenso bei der Kontrolle des Finanzsytsems, speziell, was den Handel mit Derivaten und die Rolle der Rating-Agenturen betrifft,” so Salgado.

Die Europäische Union musste schnell handeln, um eine Ausweitung der Griechenland-Krise auf andere Länder wie etwa Spanien oder Portugal zu verhindern.

An der Börse in Tokio ging der Kurs des Euro gegenüber dem Dollar bereits deutlich nach oben.