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EU-Rettungspaket wirkt - vorerst

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EU-Rettungspaket wirkt - vorerst

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Das Rettungspaket der EU für den Euro und angeschlagene Mitgliedsstaaten hat Europas Börsen beflügelt. Ob die positive Wirkung aber langfristig anhält, bezweifeln Analysten. Nach der Einigung der EU-Finanzminister in der Nacht starteten die Börsen mit Gewinnen und schlossen mit sattem Plus von teilweise zehn Prozent und mehr. Der Kurs des Euros stieg zunächst, sackte dann aber wieder bis fast aufs Ausgangsniveau ab. Die Minister hatten für konkursgefährdete Mitgliedsstaaten im Fall des Falles ein Rettungspaket von bis zu 750 Milliarden Euro Krediten beschlossen. Dabei soll der Internationale Währungsfonds bis zu 250 Milliarden Euro zuschießen.

EU-Kommissionspräsident Barroso betonte: “Bei diesem Deal ging es aber nicht nur um Beistand, sondern auch um weitere Konsolidierungsanstrengungen. Ich begrüße die klaren Zusagen einiger Mitgliedsstaaten, bald zusätzliche Konsolidierungsmaßnahmen zu ergreifen. Die Lösung für dieses Problem ist ein besser abgestimmtes Europa, mehr Kohärenz und Koordinierung der Wirtschaftspolitik.”

Die Risikoaufschläge auf Staatsanleihen von Griechenland und anderen Wackelkandidaten sanken prompt nach der Entscheidung der Minister. Die EZB und nationale Zentralbanken begannen mit dem Kauf solcher Anleihen. Ökonomen warten nun ab, ob nach dem klaren Signal der Stärke doch das böse Erwachen folgt.