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Europas Börsen feiern Rettungsprogramm

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Europas Börsen feiern Rettungsprogramm

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Die Hilfszusagen von EU und IWF für finanziell angeschlagene Euro-Länder haben den europäischen Börsen am Montag ein Kursfeuerwerk beschert. Der Dax in Frankfurt schloss mit plus 5,3 Prozent, der Züricher SMI mit plus 4,3 Prozent. Steil aufwärts ging es in den hochverschuldeten Krisenländern: Die Börse in Madrid schloss mit plus 14,4 Prozent, jene in Lissabon mit plus 10,5 Prozent.

Auch die EZB beteiligt sich an der Rettungsaktion, indem sie Staatsanleihen auch von Krisenländern wie Griechenland ankauft. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet betonte, die Europäische Zentralbank habe dadurch nicht ihre Unabhängigkeit aufgegeben.

Die EZB hat auf dem Anleihenmarkt Anleihen von Staaten wie Griechenland, Spanien oder Portugal gekauft. Das ermöglicht es diesen Ländern, Geld zu geringeren Kosten zu leihen, da die Zinsen nicht mehr so hoch sind. Zweitens gibt es eine einjährige Refinanzierungsaktion. Banken können Geld von der EZB leihen und so eine Kreditklemme verhindern. Das ist etwas, was die EZB schon lang nicht mehr getan hat. Das dritte Element ist eine Geldwechsel-Übereinkunft mit den größten Zentralbanken der Welt, sodass die Euro-Zone Zugang zu einer ausreichenden Menge Dollar hat.

Der Euro hat eine Achterbahnfahrt hinter sich. Zunächst stieg er über einen Dollar 30, danach aber gab er die Gewinne größtenteils wieder ab und kostete einen Dollar 28 30. Experten hoffen nun, dass die Gemeinschaftswährung nicht mehr so stark von der europäischen Schuldenkrise belastet wird.