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Labour am Verhandlungstisch

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Die Labour-Partei ist im britischen Verhandlungspoker um eine neue Regierung wieder im Spiel. Der amtierende Premierminister Gordon Brown kündigte an, dass die Liberaldemokraten offiziell auch mit seiner Partei in Koalitionsverhandlungen treten wollen.
Brown stellte außerdem seinen Rücktritt als Chef der Partei in Aussicht. Wie bekannt sei, hätten die Liberaldemokraten zunächst mit den Konservativen gesprochen. Nick Clegg wolle diesen Dialog fortsetzen, aber zugleich auch mit der Labour-Partei Gespräche aufnehmen, erklärte Brown.

Die konservativen Tories hatten zwar die Wahl gewonnen, aber die absolute Mehrheit verpasst. Ihr Chef David Cameron, buhlt nun um den Königsmacher, den Vorsitzenden der Liberaldemokraten Nick Clegg.

Ein früherer Abgeordneter der Liberaldemokraten erklärte, dies sei die größte Chance für die Partei ihr Programm für die nächsten zwei, drei Generationen, umzusetzen. Strittig seien Themen wie Immigration und die Reform des Wahlsystems. Aber man könne sicher sein, Clegg sei sich seiner historischen Verantwortung bewusst.

Die Liberaldemokraten hatten bereits vor der Wahl angekündigt, dass sie nicht mit Labour koalieren wollen, falls Brown nicht abgelöst werde. Sollten die Gespräche zu keiner Koalition führen, könnte es noch in diesem Jahr zu Neuwahlen kommen.