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Positives Echo auf Rettungsnetz an den Börsen

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Positives Echo auf Rettungsnetz an den Börsen

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Die Einigung der EU-Finanzminister auf das beispiellose Auffangnetz für angeschlagene Mitgliedsstaaten hat den Börsen deutliche Kurssprünge beschert. Frankfurt, London, Paris – sie alle starteten zu Wochenbeginn mit einem Plus von drei Prozent und mehr. Madrid legte zwischenzeitlich sogar um gut elf Prozent zu. Insbesondere Banktitel profitierten. Gleichzeitig sanken die Risikoaufschläge für Staatsanleihen klammer Staaten wie Griechenland oder Spanien.

Der Kommentar eines Börsenhändlers: “Die EU wusste ganz genau, dass ihre Unentschlossenheit den Markt eine Menge Sicherheit gekostet hat. Wir waren schrecklich besorgt, dass wir wieder zu Zeiten wie 2008 zurückkommen, als kein Geld da war. Entschlossenes Handeln von ihrer Seite kommt sehr gut an – nicht so sehr das Paket der EU, das zur Prävention dient, aber die Tatsache, dass die Europäische Zentralbank bereit ist, einzustehen und Anleihen zu kaufen. Wir müssen noch wissen, wie viel, aber das ist sehr
positiv für den Markt.”

Mit dem Auffangnetz soll die Stabilität des Euros gesichert werden. Die erste Reaktion wies in die richtige Richtung: Die Gemeinschaftswährung stieg auf gut einen Dollar dreißig. Am vergangenen Donnerstag war der Euro auf 1,25 Dollar abgesackt.