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Rettungsschirm für den Euro

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Rettungsschirm für den Euro

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Nach fast zwölf Stunden Verhandlungsmarathon hatten die EU-Finanzminister am frühen Morgen das Rettungsnetz für den Euro geknüpft. Künftig soll Schuldensündern in der Eurozone mit bis zu 750 Milliarden Euro unter die Arme gegriffen werden können. Dies soll verhindern, dass der Euro abstürzt, aber auch die in der EU verbotenen bilateralen Finanztransfers vermeiden.

Stattdessen wird eine Finanz-Zwischengesellschaft gegründet, die im Namen der EU-Staaten und mit deren Garantien Geld leiht und weiterleitet. Im Fall des Falles kommen bis zu 500 Milliarden von der EU – 440 von den Mitgliedsstaaten, 60 von der Europäischen Kommission – und bis zu 250 Milliarden vom Internationalen Währungsfonds.

Kommissionspräsident Barroso zeigte sich zufrieden: “Die Einigung von heute Morgen wird sicherstellen, dass jeder Versuch, die Stabilität des Euros zu schwächen, scheitert. Wir können keine Währungsunion ohne Wirtschaftsunion haben. Das ist der Punkt. Wir brauchen eine bessere Koordinierung, eine Koordinierung der Wirtschaftspolitik. Bislang ging die Antwort der Mitgliedsstaaten in diese Richtung.”

Die Minister vereinbarten außerdem, künftig strenger auf die Haushaltssanierung zu achten. Risiko-Kandidaten wie Spanien und Portugal verpflichteten sich zu zusätzlichen Konsolidierungsmaßnahmen.

Mehrere Zentralbanken in der Eurozone folgten sogleich den Beschlüssen der Minister und kauften Staatsanleihen.