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Aquino vermutlich Wahlsieger

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Aquino vermutlich Wahlsieger

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Bei den Präsidentschaftswahlen auf den Philippinen sieht alles nach einem klaren Sieg für den haushohen Favorit Benigno “Noynoy” Aquino aus. Nach der Auszählung von mehr als der Hälfte der abgegebenen Stimmen kam Aquino, Sohn der verstorbenen Ex-Präsidentin Corazon Aquino, auf einen Anteil von über 40 Prozent.

Er hatte damit einen deutlichen Vorsprung von rund 15 Prozent gegenüber seinem ärgsten Verfolger, Ex-Präsident Joseph Estrada. Der ehemalige Schauspieler war 2001 aus dem Amt gejagt worden, anschliessend aber rehabilitiert worden.

Der Kandidat von Amtsinhaberin Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo, die nicht wieder kandidieren durfte, lag im Feld von neun Kandidaten abgeschlagen auf Platz vier.

Arroyo regierte neun Jahre im Schatten schwerer Vorwürfe wegen Korruption und Wahlbetrug.

Die Präsidentenwahl wurde von Gewalt und technischen Problemen überschattet. Das neu eingeführte vollautomatische System zur Registrierung der Stimmen funktionierte nicht fehlerlos. Mehrere hundert Wahlmaschinen fielen zeitweise aus. Dadurch verzögerte sich die Stimmabgabe zum Teil erheblich.

Nach Angaben von Polizei und Militär kamen bei Zusammenstößen von Anhängern rivalisierender Politiker mindestens 9 Menschen ums Leben. Anderen Angaben zufolge hat es mindestens 14 Tote gegeben. Vor allem im muslimischen Süden des Landes detonierten Bomben und Granaten.