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Blutige Eskalation der Gewalt im Irak

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Blutige Eskalation der Gewalt im Irak

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Terroristen haben am Montag im Irak fast 100 Menschen getötet. Es war die schlimmste Serie von Anschlägen seit Jahresbeginn. Rund 340 Menschen wurden verletzt. Die meisten Opfer waren Zivilisten.

Der schlimmste Anschlag ereignete sich in der Stadt Hilla, wo die Terroristen zuerst zwei
Autobomben vor einer Textilfabrik zündeten. Anschliessend sprengte sich ein Selbstmordattentäter neben einem Krankenwagen in die Luft. Lokale Medien berichteten, insgesamt seien in Hilla 55 Menschen ums Leben gekommen, 220 wurden verletzt.

Am frühen Abend explodierte eine Autobombe auf einem Markt in der Hafenstadt Basra. Nach Angaben von Augenzeugen starben zehn Menschen. 16 Iraker wurden verletzt. Kurz darauf detonierte in einem Armenviertel von Basra noch ein Sprengsatz. Laut Polizei wurden elf Menschen verletzt.

Weitere Anschläge ereigneten sich in Falludscha, Suwaira, Mossul und Bagdad.

Für die Verschärfung der Sicherheitslage machen Experten auch die politische Situation im Irak verantwortlich. Bei der Parlamentswahl Anfang März hatte keine Partei eine Mehrheit erringen können.

Der schiitische Ministerpräsident Nuri al-Maliki hält weiter an der Macht fest. Bis zur Bildung einer neuen Regierung können noch Wochen vergehen.