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Brown will Labour-Vorsitz abgeben

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Brown will Labour-Vorsitz abgeben

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Nach der Wahl in Großbritannien ist die Lage schwierig aber nicht hoffnungslos. Wahlverlierer Labour mit Premierminister Gordon Brown hofft darauf, dass seine Partei an der Regierung bleiben kann. Deshalb hat Gordon Brown nun Koalitionsverhandlungen mit den Liberademokraten aufgenommen. Diese aber verlangten, dass Brown zuvor als Labour-Vorsitzender seinen Hut nimmt, was er auch tun will. Gordon Brown sagte: “Es ist schwierig und es ist von nationaler Bedeutung. Wir haben diese Hängepartie, weil keine Partei bei den Wahlen die absolute Mehrheit erzielt hat, niemand erhielte die völlige Unterstützung. Als Vorsitzender meiner Partei muss ich akzeptieren, dass es auch ein Urteil über mich war.”

Bisher hatte es so ausgesehen, als ob die konservativen Tories kurz vor einer Einigung mit den Liberaldemokraten stehen. Die halten sich alle Optionen offen, können bekanntermaßen aber besser mit den Sozialdemokraten von Labour als mit den Tories.

LibDem-Parteivorsitzender Nick Clegg meinte: “Wir haben noch keine verläßliche Vereinbarung treffen können. Deshalb und weil wir schnell eine Lösung brauchen sind wir davon überzeugt, dass es sinnvoll ist auch mit der Labour-Partei über eine Regierungskoalition zu verhandeln.”

Die konservativen Tories lockten indessen die Liberaldemokraten mit neuen Zugeständnissen, die sie ihnen zuvor vehement verweigert hatten. William Hague der Tory-Sprecher erzählte: “Wir bieten den Liberaldemokraten eine Koalitionsregierung an. Und wir werden dann eine Volksabstimmung über das Wahlsystem abhalten. Die Menschen sollen entscheiden, welches Wahlsystem sie künftig wollen.”

Ein Referendum über das Wahlsystem wollten die LibDems schon immer. Bei der Wahl am vergangenen Donnerstag hatte Labour das zweitschlechteste Ergebnis in der Nachkriegsgeschichte eingefahren. Aber auch die Konservativen erreichten keine absolute Mehrheit.