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Europas Börsen: Ernüchtert unterm Rettungsschirm

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Europas Börsen: Ernüchtert unterm Rettungsschirm

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Eine nüchterne Betrachtung des Rettungsschirms für die schwächelnden Länder der Eurozone hat Europas Börsen fast durch die Bank Verluste eingebracht. Nach dem Kursfeuerwerk vom Montag konnte sich der deutsche Leitindex Dax mit hauchdünnem Plus gerade noch so über die Psycho-Marke von 6000 Punkten retten. Im Dax waren Aktien der Deutschen Bank sowie der Commerzbank die Schlusslichter, sie gaben um vier bis fünf Prozent nach, nachdem sie am Montag überdurchschnittlich von der Euphorie profitiert hatten.

Zürich und Moskau machten auch noch etwas Boden gut – der Rest verlor. Am meisten der Vortages-Überflieger Spanien mit minus 3,4 Prozent. Europaweit gehörten Finanzwerte zu den größten Verlierern. Der Markttenor: Der 750 Milliarden Euro schwere Rettungsschirm bekämpfe nur die Wirkung, nicht aber das Einfallstor der Spekulation – die exorbitante Staatsverschuldung.

Der Kurs des Euro fiel kräftig: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,2698 Dollar fest.