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Eurozone: Nach dem Höhenflug der Fall

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Eurozone: Nach dem Höhenflug der Fall

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Die Euphorie ist schnell verflogen: Die europäischen Börsen haben diesen Handelstag im Minus eröffnet, nachdem sie am Montag wegen des neuen Finanz-Rettungsnetzes der EU massive Kurssprünge verzeichnet hatten. Auch der Euro gab weiter nach und sank auf den Wert von 1,26 US-Dollar. 
 
“Heute ist der Tag der Entscheidung”, meint Analyst Robert Halver von der Baader Bank. “Viele Leute und Investoren denken über die Zukunft der Gemeinschaftswährung nach und ich denke, wir verlieren Stabilitätskriterien. Das ist kurzfristig nicht gut für den Euro.”
 
Dabei sollte der Rettungsschirm ein Signal sein, dass der Euro auch in Krisen stabil gehalten wird. Der Pariser Analyst François Chaulet hält die Gemeinschaftswährung sogar noch für überbewertet: “Der Euro bleibt, trotz seines jüngsten Absackens, teuer gegenüber dem Dollar, wenn man die große Diskrepanz zwischen der derzeit bescheidenen Wachstumsrate in der Eurozone und dem starken Wachstum in den USA in Betracht zieht.”
 
Mit der Entscheidung für das milliardenschwere Rettungsnetz für angeschlagene Mitgliedsstaaten hatten die EU-Finanzminister am Wochenende versucht, die Notbremse zu ziehen, damit die Griechenlandkrise nicht andere Länder der Eurozone mit hineinzieht.