Eilmeldung

Eilmeldung

Landwirtschaft und Klimawandel

Sie lesen gerade:

Landwirtschaft und Klimawandel

Schriftgrösse Aa Aa

Bis 2020 sollen aus der EU zwanzig Prozent weniger Treibhausgase kommen. Alle Bereiche der Wirtschaft sollen dazu beitragen – aber wie macht das die Landwirtschaft?

Die Landwirtschaft kann eine ganz wichtige Rolle spielen, meint Stéphane Le Foll, Abgeordneter im Europaparlament. Für seine Kollegen hat er einen Bericht geschrieben, über die EU-Landwirtschaft und den Klimawandel.

Seine Erkenntnis: “Man denkt sich die Landwirtschaft als großen Verschmutzer, aber das ist nicht so. Sie hat große Fortschritte gemacht. Ich will in die Debatte einbringen, dass die Landwirtschaft beim Kampf gegen die Erderwärmung helfen kann. Sie bietet viele Möglichkeiten, um das Problem anzugehen.”

Der Anteil der Landwirtschaft an allen Treibhausgasen ist gesunken: seit 1990 von elf auf neun Prozent. Dabei geht es vor allem um Methan und Distickstoffmonoxid, auch bekannt als Lachgas.

Kohlendioxid verursacht die Landwirtschaft dagegen nur wenig. Sie kann im Gegenteil Kohlendioxid aufnehmen, das der Mensch in anderen Bereichen verursacht. Sie kann es im Boden speichern oder über die Fotosynthese in den Pflanzen.

Außerdem kann die Landwirtschaft aus Resten des Ackerbaus und der Forstwirtschaft Biomasse gewinnen. Die europäische Landwirtschaft könnte also noch viel grüner sein, als sie es heute ist.

Für den Abgeordneten ist das alles eine Frage dessen, was man politisch will und wie man das Geld ausgibt: “Ein Teil der Hilfen muss so fließen”, sagt Le Foll, “dass die europäische Landwirtschaft nachhaltig wird. Das ist der Punkt.”

Es geht schon jetzt um die Neuordnung der europäischen Agrarpolitik nach 2013. Die Abgeordneten wollen dabei mitmischen, denn der Reformvertrag von Lissabon hat ihnen neue Rechte gegeben – auch auf dem Gebiet der Landwirtschaft.