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Mutmaßliche Gasangriffe der Taliban auf Mädchenschule

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Mutmaßliche Gasangriffe der Taliban auf Mädchenschule

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Bei mutmaßlichen Gasangriffen auf zwei afghanische Mädchenschulen sind rund 20 Schülerinnen verletzt worden. Mindestens 13 mussten in der nordafghanischen Stadt Kunduz mit Vergiftungserscheinungen ins Krankenhaus gebracht werden. In der Hauptstadt Kabul waren sechs Mädchen betroffen. Eine Schülerin sprach von einem Mann, der eine verdächtige Flasche in die Schule geworfen habe.

Sie habe drei ihrer Freundinnen bewusstlos am Boden liegen sehen, bevor sie selbst in Ohnmacht gefallen sei.

Der Vater des Mädchens sagte: “Jeder Muslim, egal ob männlich oder weiblich, hat ein Anrecht auf Bildung. Wir haben unseren Kindern stets gesagt: Selbst wenn alle Familienmitglieder sterben sollten, geht bitte weiter zu Schule.”

Ähnliche Vorfälle hatte es bereits in der vergangenen Woche gegeben. Die örtliche Polizei spielte die Vorfälle herunter und sprach von undichten Gasleitungen. Die Eltern der Kindern vermuten allerdings die radikal-islamischen Taliban dahinter. Diese hatten während ihrer Regierungszeit Mädchen und Frauen eine Schulausbildung untersagt. Mädchenschulen waren geschlossen worden, Lehrer wurden bedroht und es gab Übergriffe auf Mädchen, die sich über das Verbot hinweggesetzt hatten.