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Älter als die Pyramiden - Tempelruinen in der Türkei

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Älter als die Pyramiden - Tempelruinen in der Türkei

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Sechs Meilen von Urfa entfernt, einer antike Stadt im Südosten der Türkei, hat deutsche Archäologe Klaus Schmidt etwas entdeckt, was seine Kollegen fasziniert: rund 11.000 Jahre alte massive handbehauene Steine, aufgebaut von prähistorischen Menschen, die noch keine Metall- Werkzeuge kannten und auch keine Keramik. Schimdt gräbt seit 1994. Die Funde werden von Archäologen und Historikern ausgewertet.

KLAUS SCHMIDT:
“Wir arbeiten bis Ende Oktober, mit einer Sommerpause, weil es da zu heiß wird. Bis dahin wollen wir den Komplex D komplett ausgraben.”

Die Funde von Göbekli Tepe sind die ältesten bekannten menschlichen Bauten – 5 000 Jahre älter als die Megalithen von Stonehenge und 4 000 Jahre älter als ägyptische Pyramiden.

Göbekli Tepe heißt “bauchiger Hügel”. Schmidt hat hier den weltweit ältesten Tempel gefunden, davon ist er überzeugt. Für ihn lag hier sogar der legendäre “Garten Eden”. Die Anlage ist zwar nicht so groß wie Stonehenge. Dafür enthält sie Ruinen in erstaunlicher Anzahl. Letztes Jahr fand Schmidt die Tempel C und D.

Georadar-Untersuchungen deuten darauf hin, dass noch 15 bis 20 dieser monumentalen Ruinen unter der Erde schlummern. Schmidts deutsch-türkisches Team hat rund 50 große Säulen gefunden. Zwei davon, in allerjüngster Zeit freigelegt, sind nach Radiocarbon-Untersuchungen die ältesten monumentalen Kunstwerke der Welt.