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Die Venus - heiß und mysteriös

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Die Venus - heiß und mysteriös

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Und wie ist das Wetter auf der Venus ?
Mild leuchtet sie an unserem Abend- und Morgenhimmel. Doch näher besehen müssen selbst echte Warmblüter passen. Unter dicken Wolkenschichten wird es dort super-heiß: 465 Grad.

Weil sie an Alter, Masse und Größe der Erde sehr ähnlich ist, nennt man die beiden Planeten auch Zwillingsschwestern.

Japans Weltraumagentur will mehr über das Venus-Klima herausbekommen. Am 18. Mai startet der Satellit Akatsuki auf eine Umlaufbahn um den Planeten, der der Sonne am zweitnächsten kommt.

Akatsuki wird Bilder in 3D liefern, die die Bewegungen in der Venus-Atmosphäre abbilden und am Ende zu einer Karte zusammengesetzt werden. Zu diesem Zweck werden in einer breiten Schneise kontinuierlich Photos auf unterschiedlichen Wellenlängen aufgenommen, von Ultraviolett bis Infrarot.

Und wie kommt es zu diesen dicken Schwefelsäure- Wolken die die Venus umhüllen ? Und gibt es dort Blitze ? Der Leiter des Akatsuki-Projekts erklärt das Hauptziel der Mission:

PROFESSOR NAKAMURA MASATO:
“Die Venus dreht sich sehr langsam um sich selbst. Aber starke Ostwinde treiben die CO2-Hülle in vierfacher Erd-Rotationsgeschwindigkeit um den Planeten. Ein sehr merkwürdiges Phänomen. Die Mitte steht fast still und die Umgebung rotiert. Also wir wollen vor allem herausbekommen, warum Erde und Venus so verschieden sind. Mehr Durchblick auf der Venus hilft uns hoffentlich, die Erde besser zu verstehen.”

Akatsuki hat noch weitere Versuche an Bord. Ikaros ist der spektakulärste: Ein Energiesegel, angetrieben durch Sonnen-Photonen. Es hat 20 Meter Spannweite und kann wie ein Windsegel gesteuert werden. Ikaros könnte beitragen – so die Hoffnung der Wissenschaftler – einen effizienten Antrieb für alle anderen Weltraummissionen zu entwickeln.