Eilmeldung

Eilmeldung

Frostige Zeiten für Spanier

Sie lesen gerade:

Frostige Zeiten für Spanier

Schriftgrösse Aa Aa

Auf die Spanier kommen harte Zeiten zu: Die Regierung kündigte zur Verringerung des Haushaltsdefizits neue Sparmaßnahmen an. Die Staatsausgaben sollen um sechs Milliarden Euro gekürzt werden. Die Gehälter der Staatsbediensteten werden vom kommenden Monat an um fünf Prozent reduziert und im nächsten Jahr eingefroren. Außerdem sollen noch in diesem Jahr 13.000 Jobs im öffentlichen Dienst wegfallen. Durch das Paket soll bis 2011 das Haushaltsdefizit auf sechs Prozent reduziert werden. Im Parlament in Madrid erklärte Ministerpräsident
José Luis Rodríguez Zapatero, die Einsparungen seien notwendig, um das Defizit zu verringern und um das Vertrauen in die spanische Wirtschaft wieder herzustellen. Zudem sei dies der spanische Beitrag zur finanziellen Stabilität der Eurozone. Das setze eine Verringerung der Ausgaben von 15 Milliarden Euro für 2010 und 2011 voraus.

Unterdessen steigt die Sorge, dass umfrangreiche Rettungspaket der EU und des Internationalen Währungsfonds könnte eine Inflation auslösen. Der Chef der europäischen Zentralbank Jean-Claude Trichet versucht die Befürchtungen zu dämpfen: Die Stabilität des Euro sei nicht gefährdet.