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Nach Kursfeuerwerk - Ernüchterung

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Nach Kursfeuerwerk - Ernüchterung

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Der Rettungsschirm für den Euro ließ die Wall Street jubeln und die Kurse steigen. Einen Tag später war`s schon aus, der Euro sank wieder auf Normalniveau. Auf einen Dollar siebenundzwanzig. Die Unsicherheit bleibt.

Das spüren die Spanier ganz deutlich. Im Parlament stellte Regierungschef Zapatero seine Sparpläne vor. Stramme Reformen soll es geben, damit die Wirtschaft wieder anspringt und die Finanzkrise nicht auch noch die Iberer in den Staatsbankrott treibt.

Der Ökonom Santiago Nino-Becerra glaubt: “Ich habe das Gefühl, dass sowohl der Plan als auch die Zusätze mit heißer Nadel genäht wurden. Alles sehr schnell, wobei keine klare Idee erkennbar ist, wie es gemacht werden soll. Spanien kann das Defizit etwas verkleinern. Aber das grundlegende Problem die Produktivität, das wird so nicht gelöst.”

Die Regierung plant in drei Jahren 15 Milliarden Euro einzusparen. So soll das Haushaltsdefizit von
gegenwärtig 11,2 Prozent auf dann drei Prozent gesenkt werden. Und das bei einer Arbeitslosigkeit von 20 Prozent, der höchsten in Europa.
Details zum neuen ökonomischen Vorhaben waren von der Regierung nicht zu hören.