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Türkei-Russland: Visafreiheit und Reaktorbau

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Türkei-Russland: Visafreiheit und Reaktorbau

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Die Türkei und Russland haben für ihre Urlauber die Visafreiheit vereinbart. Das ist eines der Ergebnisse des Treffens zwischen den beiden Staatspräsidenten
in der türkischen Hauptstadt Ankara. Für Russen ist die Türkei schon jetzt ein beliebtes Urlaubsland; die Türken hoffen nun auf weiteren Aufschwung.

Bei dem Besuch ging es aber auch um andere Wirtschaftsbereiche: Russische und einheimische Firmen bauen gemeinsam das erste türkische Kernkraftwerk; das Abkommen über Bau und Betrieb wurde jetzt unterzeichnet. Das Kraftwerk mit vier Reaktoren entsteht in Akkuyu an der östlichen Mittelmeerküste. Es soll bis 2020 fertig sein.

Ein Milliardenvorhaben wird auch der gemeinsame Bau der Erdölleitung zwischen Samsun und Ceyhan, also quer durch die Türkei vom Schwarzen Meer zum Mittelmeer. Diese Leitung soll die Meerengen Bosporus und Dardanellen entlasten, durch die dann
weniger Tanker fahren müssen.

Außerdem ging es bei dem Staatsbesuch um türkische Unterstützung für ein weiteres russisches Pipelineprojekt, die South-Stream-Leitung. Sie soll russisches Erdgas unter Umgehung der Ukraine nach Europa bringen, zum Teil auf dem Grund des Schwarzen Meeres.

Russland ist inzwischen der größte Handelspartner der Türkei. In den nächsten fünf Jahren soll der Handel zwischen beiden Ländern sogar noch fast verdreifacht werden.