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Auch deutsche Absturzopfer in Libyen?

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Auch deutsche Absturzopfer in Libyen?

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Unter den Todesopfern des Flugzeugabsturzes in Libyen sind laut der libyschen Nachrichtenagentur Jana auch Deutsche. Nur ein etwa achtjähriger Junge, der vermutlich aus den Niederlanden stammt, überlebte das Unglück. Er soll die Beine gebrochen haben, aber in stabilem Zustand sein.

Die meisten Passagiere stammten aus den Niederlanden. Das Auswärtige Amt in Berlin wollte die Meldung von Deutschen unter den 103 Toten zunächst nicht bestätigen, aber auch nicht ausschließen.

Der libysche Verkehrsminister Mohmad Zaidan erklärte: “Beide Blackboxen wurden gefunden. Es wurde ein Ermittlungsausschuss mit Luftfahrtspezialisten eingerichtet, um die Ursache des Absturzes zu untersuchen. Ihm sitzt der Chef der Zivilen Luftfahrtbehörde vor. Auch ein Vertreter des Herstellers Airbus wurde hinzugebeten.”

Einen Terroranschlag schlossen die libyschen Behörden aus. Die Maschine vom Typ Airbus A 330-200 der libyschen Gesellschaft Afriqiyah Airways war am Mittwoch auf dem Weg von Südafrika nach Libyen in Tripolis neben der Landebahn aufgeschlagen und zerschellt.

Laut einem Augenzeugen schlugen kurz vor dem Aufprall Flammen aus einem Triebwerk. Einem Zeitungsbericht zufolge meldete der Pilot kurz vor dem Absturz technische Probleme.

Die Maschine war erst seit September im Einsatz. Es war der selbe Typ wie der Air-France-Airbus, der im vergangenen Juni auf dem Weg von Brasilien nach Frankreich über dem Atlantik abstürzte.