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Proteste gegen kirgisische Übergangsregierung

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Proteste gegen kirgisische Übergangsregierung

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Anhänger des gestürzten kirgisischen Präsidenten Kurmanbek Bakijew machen mobil: Im Süden des Landes, also in Bakijews Hochburg, stürmten sie in mehreren Städten Gebäude von Behörden. Auch den wichtigsten Flughafen in der Gegend haben sie nach
Angaben der Übergangsregierung inzwischen besetzt.

Es sind die umfangreichsten Proteste gegen die neue Regierung, die seit Bakijews Sturz und Flucht an der Macht ist. Angesichts der Proteste wirft sie Bakijew jetzt vor, er plane einen Staatsstreich. Schon gestern hatten Anhänger von ihm in der Hauptstadt Bischkek demonstriert.

Bakijew war vor fünf Jahren selbst erst dadurch an die Macht gekommen, dass sein Vorgänger bei einem Aufstand gestürzt wurde. Anfang letzten Monats wurde nun auch er während blutiger Unruhen
aus dem höchsten Amt im Staat vertrieben.

Er hielt sich zunächst noch bei seinen Anhängern im kirgisischen Süden auf, floh dann aber in das benachbarte Kasachstan und hat inzwischen Zuflucht in Weißrussland gefunden.

Die kirgisische Übergangsregierung hat dort Bakijews Auslieferung beantragt. Weißrussland lehnt das aber ab und hat jetzt sogar seinen Botschafter aus Bischkek abgezogen.