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Bombenanschlag in Griechenland

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Bombenanschlag in Griechenland

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Eine Bombenexplosion vor dem Hochsicherheitsgefängnis im Athener Vorort Piräus-Korydallos hat am Abend erheblichen Sachschaden angerichtet. Eine Frau musste mit Splitterverletzungen ins Krankenhaus gebracht werden, ein Mann wurde ebenfalls leicht verletzt.

Kurz zuvor hatte ein anonymer Anrufer bei einem griechischen Fernsehsender und einer Zeitung vor der Explosion gewarnt. Die Polizei konnte daraufhin in letzter Minute die Gegend räumen.

In dem Gefängnis sitzen Mitglieder der griechischen Untergrundorganisation 17. November ein. Die Polizei schloss einen Zusammenhang mit jüngsten Festnahmen im Umfeld dieser Gruppe nicht aus. Linksgerichtete Gruppen verübten schon ähnliche Anschläge in Griechenland.

Doch ist die Stimmung im Lande derzeit wegen der Sparmaßnahmen der Regierung generell aufgeheizt. Am Rande der teilweise gewaltsamen Massenproteste waren vor einer Woche drei Bankangestellte ums Leben gekommen. Vermummte hatten die Fenster einer Bankfiliale eingeschlagen und Molotow-Cocktails in das Gebäude geworfen. Die drei Angestellten erlitten Rauchvergiftungen und starben in den Flammen.